Schöne Aussichten?

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23. - 24. August 2018 Luzern

Wie sieht die Schweiz von morgen aus? Welche Landschaften wünschen wir uns und was sind sie uns wert? Wie prägen Megatrends und Veränderungen in unserem persönlichen Verhalten die künftige Landschaft? Wer sind die zentralen Akteure der Landschaftsentwicklung? Welche Steuerungsinstrumente stehen uns zur Verfügung und welche sollten neu geschaffen werden? 

 

Der 1. Schweizer Landschaftskongress des Forums Landschaft lädt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Praxis, Forschung und Lehre ein zum Austausch über die vielschichtigen Fragestellungen, die unseren Lebensraum betreffen. Der Kongress hat zum Ziel, gemeinsame Werte und Qualitäten, aber auch Bruchstellen und Kontroversen aufzudecken und eine fruchtbare Debatte zur Weiterentwicklung der Landschaft anzustossen.

 

Mit Keynotes von: Bernard Debarbieux, Ulrike Tappeiner, Daniel Müller-Jentsch, Matthias Daum, Anette Freytag


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Was wir wollen

Die Landschaft der Zukunft braucht Gestaltung

Landschaft ist wertvoll. Für Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz steht sie ganz oben, wenn es um Wohnen, Freizeit oder Ferien geht. Sie fühlen sich ihr verbunden. Als Wahrzeichen mit weltweiter Ausstrahlung zieht Schweizer Landschaft auch viele Besucherinnen und Besucher an.

 

Landschaft ist aber kein statisches Gebilde, sondern befindet sich in stetem Wandel: Digitalisierung, globale wirtschaftliche und klimatische oder demographische Veränderungen beeinflussen die Landschaft und ihre Wahrnehmung. Die Biodiversität nimmt ab, kulturelle Zeugen gehen verloren und regionale Besonderheiten verwischen. Dieser Wandel hat sich in den letzten Jahrzehnten beschleunigt, beschäftigt die Fachwelt und lässt auch die Bevölkerung nicht kalt  – sei es im Zusammenhang mit Zersiedelung, Strukturwandel in der Landwirtschaft, Energiewende,  Bauen ausserhalb der Bauzone oder im Umgang mit Naturgefahren.

 

Die Veränderungen spielen sich ab vor dem Hintergrund einer grossen gesellschaftlichen Nachfrage nach «hochwertigen» oder schlicht «schönen» Landschaften. Sie fordern aber auch einen anderen Umgang mit der Landschaft und eröffnen ein weites Spannungsfeld, in dem es den Landschaftswandel bewusster zu gestalten gilt.

 

Landschaft zur Diskussion stellen

Der 1. Schweizer Landschaftskongress stellt die Landschaft in der Schweiz zur Diskussion. In drei thematischen Schwerpunkten stellen wir die Frage nach den Wurzeln unseres Landschaftsverständnisses, nach den Faktoren, die zum Landschaftswandel beitragen und nach der künftigen Entwicklung der Landschaft.

 

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Praxis, Forschung und Lehre sind eingeladen, sich am Dialog zu beteiligen und zusammen Lösungen für eine qualitative Weiterentwicklung der Schweizer Landschaft zu suchen und zu entwickeln.

 

Organisation und Trägerschaft

Organisiert wird die Tagung vom Forum Landschaft, einem unabhängigen Verein aus Fachpersonen und institutionellen Mitgliedern aus Forschung, Praxis und Verwaltung, zusammen mit einer breit aufgestellten Träger- und Partnerschaft. Eine daraus gebildete Programmgruppe ist für die Programmgestaltung verantwortlich.

 

Wer soll am Landschaftskongress teilnehmen?

Der Landschaftskongress richtet sich an alle, die sich mit der Zukunft der Landschaft in der Schweiz befassen: Agronominnen, Architekten, Biologinnen, Forstingenieure, Geographinnen, Historiker, Ingenieurinnen, Kulturhistoriker, Landschaftsarchitektinnen, Naturwissenschaftler, Ökonominnen, Politiker, Politikwissenschaftlerinnen, Raumplaner, Sozialanthropologinnen, Sozialwissenschaftlerinnen, Sprachwissenschaftler, Tourismusfachleute, Umweltfachleute und andere mehr.

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Aufruf für Beiträge

Die drei Schwerpunkte des Kongresses widmen sich dem Landschaftsverständnis, den Akteuren und Prozessen des Landschaftswandels sowie der Zukunft der Landschaft in der Schweiz. Ihnen zugeordnete Themen vertiefen die Fragestellungen. Deren Auswahl ist nicht abschliessend, sondern vielmehr Orientierungshilfe für die Eingaben, die dazu eingereicht werden können. Die Programmkommission ist offen für allfällige weitere Themen, neue Ansätze und Formate! (In diesem Fall bitten wir um direkte Kontaktaufnahme mit der Tagungsorganisation.) Zu jedem Schwerpunkt findet zudem eine Diskussionsrunde statt, die den Austausch fördern und Kontroversen aufdecken soll. Die Programmgruppe lädt die Podiumsteilnehmenden der Diskussionsrunden direkt ein.

 

Der Kongress nähert sich den drei gesetzten Schwerpunkten auf verschiedenen Wegen: Referate im Plenum zeigen die grossen Linien auf, parallel geführte Veranstaltungen vertiefen anschliessend die darin angeschnittenen Themen. Dafür vorgesehen sind unterschiedliche Formate wie Vortragsblöcke, Workshops und Diskussionsrunden. Auf dem Marktplatz lassen sich anhand von Postern und Ausstellungsobjekten weitere Herangehensweisen diskutieren.

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Landschaftsverständnis: Woher kommen wir?

Im Fokus von Schwerpunkt 1 steht die Auseinandersetzung über Wert und Wertschätzung der Landschaft als Lebensraum und Denkmodell. Gesucht sind Ansätze aus verschiedenen Bereichen – von der Kulturgeschichte bis hin zum Modell der Landschaftsleistungen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Landschaft als kulturelles Erbe, das es für die Zukunft zu sichern gilt.

Die regionalen Kulturlandschaften entstanden über lange Zeiträume in komplexen Interaktionen zwischen Naturraum und Gesellschaft. Heute bemüht man sich, sie als kulturelles Erbe zu bewahren oder Landschaftselemente zu restaurieren. Dabei bestehen enge Verbindungen zu den räumlich differenzierten Inventaren der ländlichen Baukultur, der historischen Verkehrswege, des kulinarischen Erbes, des immateriellen Erbes und der ökologischen Lebensräume. Neben den aktuellen Entwicklungen interessiert auch die Geschichte des Umgangs mit dem landschaftlichen Kulturerbe.

  • Welche landschaftsbildenden Wirkungen gehen von den traditionellen Nutzungsformen aus und zu welchen Landschafts- und Naturqualitäten führen sie?
  • Was motiviert wann und wie, gefährdete Kulturlandschaften zu dokumentieren und zu schützen?
  • Wie setzt man das landschaftliche Kulturerbe touristisch in Wert?
  • Welche Konflikte ergeben sich aus dem Bemühen um Schutz einer Kulturlandschaft und deren dynamischer Weiterentwicklung?

Das Verhältnis zwischen Mensch und Landschaft ist vielschichtig. Das Thema lädt ein zu Analyse und Diskussion von Aspekten wie Landschaftsvorstellungen, Wahrnehmung, Präferenzurteilen, Gesundheitswirkung oder Identifikation.

  • Welche Landschaften gefallen den Leuten und warum? Wandelt sich das Bild von idealen Landschaften im Laufe der Zeit?
  • Was denken junge Menschen über die Landschaft und wie sehen sie deren Zukunft?
  • Welche Rolle spielt die Landschaft als sozialer Raum?
  • Welche Bedeutung haben Ortsbindung und räumliche Identifikation für die wahrgenommene Landschaftsqualität innerhalb und ausserhalb der Siedlungen?
  • Wie wirken sich Digitalisierung und mediale Repräsentation auf die wahrgenommene Landschaftsqualität aus?

Landschaft ist ein öffentliches Gut, mit allen damit verbundenen Chancen und Problemen. Das Thema umfasst Fragestellungen zur Siedlungsentwicklung, zu Naherholung und landwirtschaftlicher Nutzung, zu Natur- und Landschaftsschutz, aber auch zu Ressourcen- und Energiefragen und zum Stellenwert der Landschaft als Kulturerbe.

  • Wer prägt die Landschaft wie und mit welcher Absicht?
  • Welche Interessen und Ansprüche an die Landschaft haben Nutzerinnen, Schützer und Produzentinnen und wo treffen diese aufeinander? Welche Konflikte und Lösungsmöglichkeiten ergeben sich daraus?
  • Welches Landschaftsbild, welche Landschaftsvorstellungen bringen diese unterschiedlichen Akteure mit?
  • Braucht es neue grosse Schutzgebiete oder reicht eine flächendeckende nachhaltige Entwicklung?

Verschiedene Methoden erfassen, was die Landschaft wem bedeutet, welche Funktionen sie erfüllt und welche Landschaftsleistungen unterschiedliche Akteure in welchem Masse nachfragen. Zudem entstehen zunehmend neue Instrumente und Ansätze, die es erlauben, die gesellschaftliche Wahrnehmung der Landschaft, den Wert von Landschaftsleistungen sowie Präferenzen und Prioritäten der Bevölkerung in Planungs- und Gestaltungsprozesse zur Landschaftsentwicklung einfliessen zu lassen. Uns interessieren innovative Methoden im Bereich Modellierungen, Daten und Visualisierungen. Wir möchten zudem wissen, welchen Nutzen das so erarbeitete Grundwissen für das Landschaftsverständnis hat.

  • Wie lassen sich Landschaftsleistungen und -präferenzen erfassen?
  • Wie werden Landschaftsqualitätsziele ausgehandelt?
  • Welche (neuen) Modellierungen gibt es und wie werden Visualisierungstechniken eingesetzt?
  • Was kann man mit nutzergenerierten Daten (big data, social media, citizen science) in Bezug auf die Landschaft herausfinden?

Das Verständnis von Landschaft variiert je nach Disziplin und Berufsfeld und ist auch regional unterschiedlich. Mit dem Ziel, den Dialog unter verschiedenen Akteurinnen und Akteuren zu fördern, möchten wir das Landschaftsverständnis verschiedener Disziplinen – von Ökologie und Naturschutz über Landschaftsarchitektur und Raumplanung bis hin zu Sozialwissenschaft und Kunst – zur Diskussion stellen.

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Treibende Kräfte und Prozesse: Wer bewirkt was?

Landschaft verändert sich stetig. Seit der Industrialisierung hat sich der Wandel beschleunigt. Der Schwerpunkt widmet sich der Frage nach den Ursachen, Triebfedern und Treibern der grossen Landschaftsveränderungen der letzten Jahre und ihren Auswirkungen. Er richtet sein Augenmerk sowohl auf zu erwartende Entwicklungen wie auch auf den künftigen Handlungsbedarf.

Der Klimawandel verändert die Landschaft: Städte werden zu Hitzeinseln, die man etwa mit mehr Grünraum abzukühlen versucht; Starkniederschläge, Trockenheitsphasen, abschmelzende Gletscher und Permafrost fordern einen neuen Umgang mit Naturgefahren und stellen andere Herausforderungen an die Wasserversorgung. Klimatische Veränderungen beeinflussen die Land- und Forstwirtschaft und den Tourismus. Und nicht zuletzt wirkt sich die Veränderung der Artenzusammensetzung auch auf das zukünftige Landschaftsbild aus.

  • Welche Auswirkungen hat der Klimawandel in den nächsten 30-50 Jahren auf unsere Landschaft? Welche Methoden bieten sich, darauf zu reagieren?
  • Was bedeutet die Klimaerwärmung für den Tourismus? Welche Chancen und Risiken für die Landschaftsentwicklung sind davon zu erwarten?
  • Was wird wie geschützt oder der Dynamik der Natur überlassen? Sind Schutzmassnahmen ein Motor der Landschaftsgestaltung?

Wie sieht die Zukunft der belebten Landschaft aus? Für die Lebewesen ist die Landschaft ein Kontinuum und erfüllt als solches wichtige Funktionen wie die Vernetzung komplementärer und vielfältiger Lebensräume, den genetischen Austausch oder zusammenhängende Erholungsräume. Beiträge zu folgenden Fragen stehen im Vordergrund:

  • Wie wirken sich Vernetzung/Trennung auf die Biodiversität und Landschaftsökologie aus?
  • Mit welchen Schutz- und Planungsinstrumenten kann die Konnektivität der Landschaft erhalten oder wiederhergestellt werden und wo sind Massnahmen im Bereich der ökologischen Infrastruktur am dringlichsten?
  • Welche Ansprüche stellen Freizeitnutzungen an die Vernetzung der Landschaft?

Land- und Forstwirtschaft, aber auch der Abbau von Rohstoffen wie Kies und Sand sind bis heute zentrale Akteure der Landschaftsveränderung, unterliegen aber zum Teil einem starken Wandel: Die Landwirtschaft steht im Spannungsfeld zwischen Industrialisierung, Nachhaltigkeit und regionaler Identität, die Forstwirtschaft zwischen effizienter Holzproduktion, Nachhaltigkeit und Erholungsnutzung. Der Rohstoffabbau ist oft an Standorte mit besonderer Landschaftsqualität gebunden. Auch die Infrastrukturen der Energiewirtschaft dürften künftig die Landschaft massgeblich beeinflussen.

  • Was bedeutet der Wandel von traditionellen Bewirtschaftungsformen und Nutzungen für die damit verbundene Kulturlandschaft?
  • Wie beeinflusst der Bedarf nach Baustoffen und erneuerbaren Energieträgern die Landschaft?
  • Wie verändert sich die Landwirtschaft und wie gehen wir mit wachsenden Waldgebieten um?
  • Welche ökonomischen oder raumplanerischen Regelungen sind geeignet, die Landschaftsentwicklung durch Land- und Forstwirtschaft, Energiewirtschaft und Rohstoffnutzung zu steuern? Welche Vorteile haben sie im Vergleich zu herkömmlichen Schutzinstrumenten?

Die Siedlungsfläche hat sich in den letzten Jahrzehnten stetig ausgedehnt, die Nachfrage nach Wohnraum nimmt laufend zu. Zudem hat sich der Investitionsdruck in der Immobilienwirtschaft im Niedrigzinsumfeld der letzten Jahre erhöht. Auch der Ausbau des Schienen- und Strassennetzes verändert Siedlungsstrukturen und die Landschaft.

  • Welche Marktdynamiken und Anreizmechanismen im Immobilienmarkt prägen die Siedlungs- und Landschaftsentwicklung? Wie kann dieser Sektor zu ihrer qualitativen Entwicklung beitragen? Wie ist die Nachfrage nach landschaftlicher Qualität im Siedlungsraum?
  • Wie spielen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung zusammen?
  • Welche Entwicklungen führen zur Privatisierung der Landschaft?
  • Wie wirkt sich die Zweitwohnungsinitiative auf die Raumentwicklung aus?
  • Wie ist mit dem Siedlungsdruck ausserhalb der Bauzonen umzugehen?

Die technologische Entwicklung wirkt sich auf verschiedenen Ebenen auf die Landschaft und die Landschaftswahrnehmung aus: Wege und Siedlungsstrukturen wandeln sich als Folge des wachsenden Onlinehandels. Die Digitalisierung ändert das Freizeitverhalten. Neue Mobilitätformen wie selbstfahrende Autos, Elektromobilität, neue Logistikstrukturen und der Ausbau der erneuerbaren Energieträger werden in der Landschaft mit neuen Infrastrukturen sichtbar und werden sich auf unsere Gewohnheiten auswirken.

  • Verändert der (digitale) Medienkonsum die Landschaftswahrnehmung? Wenn ja, wie und für wen?
  • Wie wirkt sich die Digitalisierung des Freizeitverhaltens auf die Landschaftsnutzung aus?
  • Welche Rolle spielen technologiebedingte Transformationsprozesse im Mobilitätssektor für die Landschaft: selbstfahrende Autos, Elektromobilität, Logistik und der Strukturwandel im Detailhandel?
  • Wie wirkt sich der Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung oder die dezentrale Energieversorgung auf die Landschaft aus?

Demographische Veränderungen wie die Bevölkerungszunahme, Migration, kulturelle Vielfalt und die Alterung der Gesellschaft hinterlassen ihre Spuren in der Landschaft. Gleichzeitig verändern sich das Landschaftsverständnis, die individuelle Bedeutungsbeimessung und das Nutzungsverhalten. Letzteres äussert sich etwa im Wunsch nach erlebnisreichen Erholungsaktivitäten in Wald und Berggebieten, vom Biketrail über «urban farming» in all seinen Facetten bis hin zur Verbindung und Überlagerung von Landwirtschaft und Erholung.

  • Wie wirken sich Bevölkerungszunahme und die Veränderung der Bevölkerungsstruktur auf Landschaftswahrnehmung und -nutzung aus?
  • Welche Chancen und Risiken bringen die Bevölkerungskonzentration in Ballungsräumen und die damit verbundene Entleerung peripherer Gebiete für die Landschaftsentwicklung mit sich?
  • Wie ist mit vermehrten Konflikten in Bezug auf die Landschaftsnutzung in urbanisierten und verdichteten Agglomerationen des Mittellandes umzugehen? Braucht es neue Regelungen?

Menschliches Handeln verändert den Raum und damit die Landschaft. Bilder und Präferenzen sind im Umbruch. Wir diskutieren die Auswirkungen von Megatrends wie Urbanisierung, Digitalisierung, Globalisierung, demographischer Veränderung auf die Landschaft und verbinden sie mit aktuellen Themen der Schweizer Raumplanungs-, Landwirtschafts-, Energie- und Verkehrspolitik.

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Visionen und Gestaltung: Wohin wollen wir?

Die zahlreichen Facetten des beschleunigten Landschaftswandels setzen sich zu einem Landschaftsbild der Zukunft zusammen. Neue Bedürfnisse oder verändertes Freizeitverhalten erfordern konkrete Lösungen und Projekte in unterschiedlichsten Räumen und Dimensionen von der Kernstadt bis in hochalpine Tourismusregionen. Wir möchten unterschiedlichste Vorstellungen zur Landschaft der Zukunft diskutieren und stellen Fragen nach deren Qualitäten und möglichen Wegen, diese zu erreichen.

Innovative Projekte auf allen Massstabsebenen, Forschungsprojekte und Ausbildungsmodelle zeichnen eine Vielzahl verschiedener Bilder und Szenarien. Immer mehr Menschen äussern immer unterschiedlichere Bedürfnisse und Präferenzen. Der Raum ist beschränkt. Die Überlagerung von Funktionen ermöglicht, Konflikte zu mindern und Synergien zu nutzen. Prioritäten verschieben sich, neue Allianzen entstehen.

  • Welche Trends werden die Landschaft der Zukunft prägen?
  • Welche Szenarien und Bilder der Zukunftslandschaft lassen sich von wem entwickeln und zeichnen?
  • Ist die Landschaft der Zukunft das Resultat eines bewussten Gestaltungsprozesses auf unterschiedlichsten Massstabsebenen? Welches sind die Konsequenzen des Nichtgestaltens?
  • Welche aktuellen Projekte und Planungen sind zukunftsweisend?

Die Landschaftsentwicklung hängt von vielen Kräften und Akteurinnen und Akteuren ab. Wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Rahmenbedingungen beeinflussen sie. Es gilt positive und negative Auswirkungen zu erkennen, abzuwägen und zu integrieren. Dadurch lassen sich Eigenheiten und Potenziale mit geeigneten Planungen und Gestaltungen besser nutzen – regional, spezifisch, im Hinblick auf eine gewünschte Landschaftsentwicklung.

  • Welches sind die Freiräume, welches die Grenzen für kreative Gestaltung und Entwürfe?
  • Welche Möglichkeiten bieten sich, die künftige Entwicklung der Landschaft auf allen Massstabsebenen zu beeinflussen?
  • Welches sind die Handlungsmöglichkeiten der künftigen Entwicklung der Landschaft auf allen Massstabsebenen?
  • Wie variieren – regional oder je Landschaftstyp − die Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten?

Der 1. Schweizer Landschaftskongress erlaubt ein erstes Fazit zu den Entwicklungen der Landschaft in jüngerer Zeit und stellt die Frage nach erreichten und verworfenen Zielen, Erfolgen und Misserfolgen und künftigen Chancen und Herausforderungen. Ein Blick über die Landesgrenzen, etwa auf die europäische Landschaftspolitik, ist ausdrücklich erwünscht.

  • Welche Chance bietet die Vereinfachung und Harmonisierung von Planungsinstrumenten? Welche Risiken sind damit verbunden?
  • Wie beeinflussen Föderalismus, Steuerwettbewerb und Deregulierung die Entwicklung der Landschaft?
  • Mit welchen Instrumenten lässt sich eine regionaltypische Landschaftsentwicklung stärken?
  • Wie lassen sich die Ziele der Landschaftsentwicklung sektorübergreifend verfolgt werden?

Landschaft verändert sich stetig. Neue Bilder, neue Präferenzen entstehen. Neue Akteurinnen und Akteure, neue Allianzen und eine veränderte Wahrnehmung schaffen neue Landschaften. Diese sind nicht allein das Resultat von Megatrends, sondern im besten Fall auch Ausdruck eines Gestaltungswillens und einer sich wandelnden Ästhetik. Es sollen verschiedene Vorstellungen zur Landschaft der Zukunft erörtert werden.

Beitrag einreichen

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Ideen, Projekte oder Forschungsresultate für die Parallelveranstaltungen und/oder den Marktplatz einzureichen. Bitte verwenden Sie dazu unser Webformular und wählen Sie von den oben vorgeschlagenen Themen  die drei aus, zu denen Ihr Beitrag am besten passt. Bitte vermerken Sie auch, in welchem der möglichen Formate Sie Ihren Beitrag präsentieren möchten. Aus Kapazitätsgründen ist nur ein Beitrag pro Person möglich. Ihr Vorschlag darf maximal 1500 Zeichen (ca. 1 halbe Seite A4) umfassen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, zusätzlich ein Bild einzureichen.

 

Die Programmgruppe evaluiert die Eingaben, wählt eine Anzahl aus und ordnet sie den Parallelveranstaltungen beziehungsweise dem Marktplatz zu. Konferenzsprachen sind deutsch und französisch. Die Plenarveranstaltungen werden simultan übersetzt, die Parallelveranstaltungen nicht. In den Parallelveranstaltungen sind auch Beiträge auf englisch oder italienisch möglich.

Termine

31. Januar 2018: Einreicheschluss Ihres Beitrags
März 2018: Information über Annahme oder Ablehnung Ihres Beitrags

Die Aufnahme des Beitrags in das definitive Programm sowie in die Tagungsdokumentation erfolgt nach Registrierung und Bezahlung der Konferenzgebühr. Wichtiger Hinweis: Ein Beitrag in einer Parallelveranstaltung bzw. im Marktplatz entbindet nicht von der Tagungsgebühr!

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Über uns

Mitglieder der Programmgruppe

Institutionen und Vertreterinnen / Vertreter

Trägerschaft

Der 1. Schweizer Landschaftskongress wird mit zusammen mit den Träger- und Partnerorganisationen unter der Führung des Forums Landschaft organisiert.

  • Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT

  • Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

  • Bundesamt für Umwelt BAFU

  • Bundesamt für Raumentwicklung ARE

  • Bundesamt für Kultur BAK

  • Bundesamt für Landwirtschaft BLW

  • Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein SIA

  • Pro Natura

  • Konferenz der Beauftragten für Natur- und Landschaftsschutz (KBNL)
  • Bau-. Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (BPUK)/Kantonalplanerkonferenz (KPK)

  • BSLA Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen

  • Netzwerk Stadt und Landschaft NSL (ETH Zürich)

  • ILF Institut für Landschaft und Freiraum, Hochschule Rapperswil

Partner

Wissenschaft: Agroscope, CDE Universität Bern, Geographie UZH, HEPIA Genf, Hochschule Luzern (Anfrage läuft), Université Lausanne Géographie

 

Verbände und Stiftungen: Aqua viva, Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS), Fachfrauen Umwelt (ffu), Fachverband Schweizer Raumplaner (FSU), Fonds Landschaft Schweiz (FLS), Forum Biodiversität, Parkforschung Schweiz, Schweizerischer Tourismusverband STV (Anfrage läuft), Stiftung Landschaftsschutz (SL-FP), Schweizerischer Verband der Umweltfachleute (svu-asep), Vereinigung für Landesplanung (VLP-ASPAN), Vereinigung Schweizerischer Stadtgärtnereien und Gartenbauämter (VSSG USSP)

 

Weitere Anfragen laufen

Organisationskomitee

Urs Steiger, Forum Landschaft

Maarit Ströbele, Forum Landschaft

Marcel Falk, SCNAT

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Kontakt / Informationen

Sprachen

Konferenzsprachen sind deutsch und französisch. Die Plenarveranstaltungen werden simultan übersetzt. Die Parallelveranstaltungen werden nicht übersetzt. Englisch- oder italienischsprachige Beiträge sind dort ebenfalls möglich.


 

Unterkunft

Der Kongress findet in der Hauptsaison statt. Für die Konferenzteilnehmenden ist ein Kontingent an Hotelzimmern reserviert, die definitive Reservation und Bezahlung der Übernachtung ist Sache der Teilnehmenden.

Kongressort

Messe Luzern

Horwerstrasse 87

6005 Luzern

 

Kongressmanagement

Maarit Ströbele

Geschäftsführung a.i. Forum Landschaft

+41 (0) 31 306 93 48

office@forumlandschaft.ch