#landschaftCH

Programm

Provisorisches Grobprogramm

Hier finden Sie das prov. Grobprogramm, die Liste der Parallelsessions und die Liste der Exkursionen mit ihren Beschreibungen. Alle Vorträge im Plenum und in den Parallelsessions werden auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch übersetzt.

Mittwoch 2. September

ab ca. 18.30: Gerstensuppe mit Konzert von Cinzia, Kulturplatz Davos

Donnerstag, 3. September 2026

09:00

Kaffee, Registration

09.45

Begrüssung (Plenum):

Rolf Holderegger, Direktor WSL, Philipp Wilhelm, Landammann Davos und Marcel Hunziker, Tagungsleiter WSL

10:00

Keynote 1 (Plenum): Landschaft und regionale Identität im Spannungsfeld von Berg und Tal, Stadt und Land

Drei Inputs und Diskussion zu Identifikation, Ein-/Zweiheimische, Binnenmigration, Gouvernanz aus unterschiedlichen Perspektiven

  • Konrad Kuhn – Universität Innsbruck: Stadt-Berg-Beziehungen? Überlegungen zu Sehnsüchten in der Vertikalen
  • Nora Saratz Cazin – Gemeinde Pontresina: Pontresina, ein Dorf zwischen Identität und Entwicklung
  • Rita Illien – Müller Illien Landschaftsarchitekten: Braucht Landschaft Gestaltung?

11:10

Kaffee + Raumwechsel

11:40

6 parallele Sessions mit je 3 Referaten

P1

P2

P3

P4

P5

P6

12:30

Exkursionen (inkl. Lunch)

17:00

Rückkehr Exkursionen

17:30 – 19:00

Marktplatz mit Apéro

19:00

Kongressdinner (Tavolata) mit kulturellem Begleitprogramm

Freitag, 4. September 2026

08:30

Begrüssung zum zweiten Tag

08:40

Keynote 2 (Plenum): Landschaft und Tourismus

Drei Inputs und Diskussion zu Zukunft Tourismus, Regionalentwicklung und Landschaft aus unterschiedlichen Perspektiven

  • Monika Bandi – Universität Bern: Zukunftsbilder für Tourismus und Landschaft

  • Jürg Schmid – Graubünden Tourismus: Chance Landschaft

  • Nadia Fontana Lupi – Mendrisiotto Turismo: Paesaggio e patrimonio culturale come motori di rigenerazione: l’Albergo Diffuso Monte Generoso

09:45

Kaffee + Raumwechsel

10:15

6 parallele Sessions mit je 4 Referaten

P7

P8

P9

P10

P11

P12

11:15

Raumwechsel

11:30

6 parallele Sessions mit je 4 Referaten

P13

P14

P15

P16

P17

P18

12:30

Mittagessen

13:45

6 parallele Sessions mit je 4 Referaten

P19

P20

P21

P22

P23

P24

14:45

Raumwechsel

15:00

Keynote 3 (Plenum): Klimawandel, Naturgefahren und Landschaft

Zwei Inputs und Diskussion zu Klimawandel und Naturgefahren und Landschaft aus unterschiedlichen Perspektiven

  • Peter Bebi – SLF: Durch Naturgefahren geprägt: Wandel von Gebirgslandschaften und deren Nutzung
  • Alma Sartoris – TRE Territorio Raum Espace: Ricucitura del paesaggio Fontana, Bosco & Mondada

15:50

Rückblick, Dank und Verabschiedung

16:10

Ende der Tagung

Rückreise

16.26 Bus

16.37 Zug Davos Dorf

Zürich an 18.53; Bern an 19.58; Genf an 21.55; Lugano an: 20.35 (mit Abfahrt 16.14)

Parallelsessions

Sessions mit 3-4 Beiträgen zu folgenden Themen werden zur Auswahl stehen:

  • Landschaft als Prozess – Landschaft im Wandel
  • Landschaft und Regionalentwicklung – Werte, Verbindungen und Balance
  • Landschafts- und Regionalentwicklung in den Alpen
  • Landschaftskultur und Tourismus
  • Tourismus und Landschaft in Bewegung
  • Erholung und Gesundheit in der Landschaft
  • Gesellschaftlicher Wandel in und mit der Landschaft
  • Landschaft als Beziehungsgeflecht
  • Landschaft als Dialog
  • Konflikte und Dialoge in der Landschaft
  • Energielandschaften in Aushandlung
  • Wahrnehmung von Energieproduktion in der Landschaft
  • Siedlung und Infrastruktur planen
  • Baukultur und Freiräume im Siedlungsraum
  • Baukultur im ländlichen Raum
  • Vielfältige Perspektiven in der Landschaftsgestaltung
  • Landschaft klimaresilient gestalten
  • Landschaft und Klimawandel – Auswirkungen und Anpassungen
  • Landschaft und Naturgefahren
  • Landschafts- und Biodiversitätsmanagement
  • Ökologische Infrastruktur und Biodiversität in der Landschaft
  • Biodiversität und Landschaft – Nutzen und Nutzung
  • Von Pärken lernen: Erfahrungen und Visionen für die Landschaft
  • Bildung mit, in und für die Landschaft

Exkursionen

Exkursionen starten und enden am Haupteingang des Kongresszentrums an der Talstrasse. Dort finden anschliessend der Apéro und der Marktplatz sowie später die Tavolata mit Musik statt.

Davos und insbesondere das Dischmatal sind seit Jahrzehnten Gegenstand bedeutender Forschungsprogramme wie dem MaB-Projekt und dem NFP48 „Landschaften und Lebensräume der Alpen“. Seither hat sich die alpine Kulturlandschaft stark gewandelt. Auf einer Wanderung im vorderen Dischmatal untersuchen wir diese Veränderungen und die ökologischen, klimatischen und gesellschaftlichen Prozesse dahinter. Besonderes Augenmerk gilt der Entwicklung von Bergwälder und der landwirtschaftlich genutzten Flächen.
In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts liess sich ein Kollektiv von etwa einem Dutzend Walliser Familien in der Landschaft Davos nieder. Diese war zuvor praktisch unbesiedelt und wurde vermutlich nur an einigen Orten im Sommer genutzt, wie die wenigen romanischen Flurnamen nahelegen. Die von den Walsern praktizierte extensive Berglandwirtschaft prägt bis heute die Landschaft. Eine typische Walser „Nachbarschaft“ zeigt sich im hintersten Teil des Sertigtales.
Das Dorf ist seit Menschengedenken in Bewegung: Die gesamte Terrasse rutscht vermutlich seit der letzten Eiszeit talwärts. In den vergangenen 100 Jahren bewegte sich Brienz/Brinzauls jeweils wenige Zentimeter pro Jahr. In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Rutschung aber stark beschleunigt und viele Herausforderungen für Infrastruktur und Bevölkerung hervorgerufen. Aktuell hat sich ist die Rutschung durch den Vortrieb eines Entwässerungsstollens wieder stark verlangsamt, das Dorf ist nach zwei Evakuationen wieder bewohnt und eine Zukunft scheint möglich.
Wie können Menschen wieder eine tiefere Verbindung zu ihren alltäglichen Umgebungen aufbauen – insbesondere zu jenem unbebauten Dazwischen, das unsere Lebensräume prägt, aber in Planungsprozessen oft unsichtbar bleibt? Der hands-on Workshop stellt ein laufendes Forschungsprojekt der BFH vor, das im Rahmen des „NFP 81 Baukultur“ innovative Wege der Partizipation erforscht.
Welche Rolle spielen touristische Anlagen wie Beschneiungsanlagen, Bahnen, Biketrails, Wanderwege usw. für Angebot und Nachfrage? Beschneiungsinfrastruktur und die Nutzung für die Stromproduktion (Wasserkraftwerk Rinerhorn). Wassermanagement im Sommer und Winter, Praktische Umsetzung von Restwassermengen in Bächen. Seit über hundert Jahren ist Davos ein bedeutender Forschungsstandort. In den Anfängen oft mit dem Gesundheitsplatz bzw. dem heilenden Klima verbunden, sind heute vier Forschungsinstitute mit weltweiter Ausstrahlung in Davos beheimatet: AO Forschungsinstituts (ARI), das Physikalischen-Meteorologischen Observatoriums Davos / Weltstrahlungszentrum PMOD/WRC, das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF und das Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF).
Seit über hundert Jahren ist Davos ein bedeutender Forschungsstandort. In den Anfängen oft mit dem Gesundheitsplatz bzw. dem heilenden Klima verbunden, sind heute vier Forschungsinstitute mit weltweiter Ausstrahlung in Davos beheimatet: AO Forschungsinstituts (ARI), das Physikalischen-Meteorologischen Observatoriums Davos / Weltstrahlungszentrum PMOD/WRC, das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF und das Schweizerisches Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF).
„Von seiner althergebrachten Bezeichnung als „Landschaft Davos“ hat sich mit dem Namenswechsel zur „Gemeinde Davos“ 2009 endgültig verabschiedet. Welchen Stellenwert hat die Landschaft in der Stadt Davos heute noch? Wie hat sich der Blick auf die Landschaft im Laufe der Zeit verändert? Wie der Umgang mit ihr? Mit Claudio Pajarola, Leiter Fachstelle Stadt und Landschaftsplanung der Gemeinde Davos und Jürg Grassl vom Forum Bau+Kultur Davos gehts auf eine Stadtwanderung quer durch das Hochtal von Davos und durch die verschiedenen Schichten seiner wechselvollen Geschichte: Bauerndorf, Krankenstadt, Wintersportort, Global Village und was folgt nach dem Après Ski? Dabei erleben wir die Landschaft aus unterschiedlichsten Perspektiven z.B. jener des Bergbauern, der Immobilieninvestorin, des Wanderleiter und selbstverständlich als alter ego. Wieso ist nicht der ganze Talboden bebaut, Warum sind die Dächer flach,… Man sieht nur, was man weiss. Stellt Fragen, sucht Antworten. „
Die Exkursion führt in typische Lebensräume des Parc Ela und zeigt, wie seltene Wildbienen wie die Stängel-Blattschneiderbiene (Megachile genalis) und die Schwarze Mörtelbiene (M. parietina) in der Kulturlandschaft vorkommen. Vor Ort wird erläutert, wie Niststrukturen und Pollenquellen kartiert, Lebensräume bewertet und gezielte Aufwertungen umgesetzt werden. Das Projekt verbindet Forschung, Landschaftsentwicklung und Vermittlung. Es bietet Einblicke in ökologische Infrastruktur, Zusammenarbeit mit Gemeinden, Landwirtschaft und Forst sowie in Kommunikation und Begeisterung für die Landschaft.
Die Albula- und Berninastrecke zwischen Thusis und Tirano sind hervorragende und technisch innovative Beispiele für die Erschliessung der hochalpinen Landschaft und gehören zu den spektakulärsten Schmalspurbahnen der Welt. 2008 erfolgte der Ritterschlag: Die rund 122 Kilometer lange und mehr als 100 Jahre alte Strecke zwischen Thusis und Tirano wurde unter dem Titel «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina» in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen.Eindrucksvolle Viadukte, Tunnels und die wunderschöne Bündner Bergwelt machen diese Strecke zu einem einzigartigen Erlebnis.
Besuch der Baustelle von Madrisa Solar mit Informationen zur landschaftlichen Kriterien (SL-FP), zum Solarexpress insgesamt (SL-FP oder IG Solalpine) sowie konkret zur Planung und zum Bau von Madrisa Solar (Repower). Oberhalb von Klosters ist das Solarkraftwerk Madrisa Solar im Bau. Die Exkursion umfasst die Besichtigung der Baustelle nach einer kurzen Wanderung und bietet Informationen zu Planung und Bau der Anlage sowie zu den landschaftlichen Ersatz- und Begleitmassnahmen. Weiter informiert die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz über ihre generellen Kriterien für Standorte und Gestaltung alpiner Solarkraftwerke sowie über den Stand der Umsetzung des Solarexpress in der ganzen Schweiz.
Die Exkursion führt um den Davosersee und zeigt, wie der Lawinenschutz von Davos nach schweren Unglücken 1919 entwickelt wurde. Es wird erklärt mit welchen Massnahmen heute die Lawinensicherheit einer alpinen Stadt gewährleistet werden kann. Die wichtigsten Massnahmen wie Gefahrenkarten, baulicher Schutz, biologische Massnahmen und organisatorische Massnahmen werden anhand von praktischen Beispielen diskutiert.
Landschaften sind nicht nur sichtbar, sie sind auch hörbar. Diese Exkursion erkundet Davos als klingenden Begegnungsort: Auf unserem Weg von der urbanen Alltagsinfrastruktur (Migrosrestaurant) über das historische Kurhotel (Schatzalp) bis zur bewirtschafteten Alp hören wir hin: Wo treffen sich die Touristin, der Einheimische, die Saisonarbeiterin? Welche Klänge und Hörpraktiken prägen diese Orte? Wie klingen Mobilität, Tourismus und Alltag in der Berglandschaft? Der Klangspaziergang lädt ein, Landschaft mit den Ohren wahrzunehmen und die akustischen Dimensionen von Begegnungsräumen zwischen Tal und Berg zu entdecken.
Mit den Auswirkungen des Automobils auf unsere Lebenswelt, unser Denken und Wahrnehmen hat sich der Soziologe Lucius Burckhardt zeitlebens auseinandergesetzt. In den 1980er Jahren entwickelte er in Kassel zusammen mit seiner Frau Annemarie Burckhardt-Wackernagel und seinen Studierenden der Architektur und Landschaftsplanung die «Spaziergangswissenschaft», auch «Promenadologie» genannt. Burckhardt wurde 1925 in Davos geboren. 2025 kollidierte sein Jubiläum ausgerechnet mit «100 Jahre Automobil in Graubünden». Die Künstler:innen Marie-Anne Lerjen und Christian Ratti nehmen dies zum Anlass einer «promenadologische Begehung» der Davoser Promenade, die auch mit künstlerischen Interventionen zum Nachdenken über die aktuelle Auto-Landschaft anregt.
Landschaft im weitesten Sinn bildete von seinen Anfängen im 19. Jahrhundert bis heute die Grundlage für den Gesundheitsplatz Davos. Auf dieser Wanderung begegnen wir auf verschiedenen Stationen den Gründern und Investoren welche Davos von einer winzigen Walsersiedlung zu einer Stadt entwickelten.
Die Exkursion beginnt im Kirchner Museum Davos mit einer Führung durch die Ausstellung «Farbenrausch», ein Fest der Sinne. Sie lädt dazu ein, die Welt Ernst Ludwig Kirchners in all ihren leuchtenden Facetten zu entdecken und dabei der Farbe selbst auf den Grund zu gehen. Der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner verbrachte seine schaffensreichen letzten 20 Jahre in Davos. Wie hat er seine neue Wahlheimat nach seiner prägenden Berliner Zeit wahrgenommen? Auf Spuren seines Lebens wie seiner Werke tauchen wir in Kirchners damalige Welt ein. Wir betrachten seine Motive, seine Ausblicke und manche seiner Orte, die für ihn eine Rolle gespielt haben. Kommen Sie mit auf einen abwechslungsreichen Stadtspaziergang mit Zeitreise!
Durch ein ganzheitliches Alpenstadtmanagement soll das einzigartige städtische Flair in der bekannten Bündner Alpenstadt inwertgesetzt werden. Das Alpenstadtmanagement verbindet Menschen, Räume und Planungen, damit Konzepte und Rahmenbedingungen im Alltag der Stadt spürbar werden. Der Rundgang durch die höchstgelegene Stadt der Alpen macht Handlungsfelder des Citymanagements sicht- und erlebbar.

Programmänderungen bleiben vorbehalten, insbesondere die genauen Zeiten!

Voraussichtlich Ende Mai wird das Detailprogramm aufgeschaltet.